Beim SEF 2026, dem 23. Süddeutschen Energieberaterforum in Feuchtwangen starteten rund 120 Energieberaterinnen und Energieberater mit aktuellen Fachthemen ins Jahr. Der GIH Baden-Württemberg bot kompakte Weiterbildung zu WEG-Beratung, DIN V 18599, LCA, Denkmal-Sanierung und Praxis-Workshops – mit wertvollen Impulsen für Energieberatung im Wohn- und Nichtwohngebäude sowie intensivem Austausch innerhalb der Branche.

SEF 2026 – 23. Süddeutsches Energieberaterforum in Feuchtwangen: Energieberatende starten mit Praxisfokus ins Jahr 

Feuchtwangen war Anfang Februar erneut Treffpunkt der süddeutschen Energieberatungsbranche: Beim SEF 2026, dem 23. Süddeutschen Energieberaterforum brachte der GIH Baden-Württemberg am 6. und 7. Februar 2026 rund 120 Energieberatende in der Bayerischen BauAkademie zusammen. Fachvorträge, Begleitausstellung und praxisnahe Workshops lieferten ein kompaktes Update zu aktuellen Anforderungen – und viel Raum für Austausch. 

„Das SEF war erneut für rund 120 Energieberatende der fachliche Startpunkt ins Jahr, weil wir hier Orientierung, belastbares Praxiswissen und echte Gespräche zusammenbringen“, sagte Dieter Bindel, 1. Vorsitzender des GIH Baden-Württemberg. Entscheidend sei, Formate anzubieten, „die sofort weiterhelfen und ins Umsetzen führen – für den gesamten Beratungsalltag gesprochen“. 

Von WEG-Beratung bis Denkmal: Vorträge mit breiter Themenpalette 

Der Freitag stand im Zeichen aktueller fachlicher Fragestellungen, die Energieberatende in Projekten zunehmend beschäftigen. Auf der Agenda: Do’s und Don’t’s in der WEG-Beratung, PVT-Anwendungen in großem Maßstab, nachhaltige Dämmstoffe und Lebenszyklusbewertung (LCA), Fachwerk und Wärmebrücken, Schadstoffe und Hinweispflichten sowie ein „Kompass 2026“ mit Blick auf zentrale Anforderungen der kommenden Monate. 

Einen besonderen Akzent setzte das SEF beim Thema Klimaziele im Bestand – insbesondere dort, wo Denkmalschutz und Energieeffizienz aufeinander treffen. „Klimaneutralität und Denkmalschutz sind kein Widerspruch, wenn wir systemisch denken, Substanz respektieren und Maßnahmen konsequent in Quartierslogiken einbetten“, betonte Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht. Entscheidend sei, technische Lösungen, Nutzung und Monitoring so zusammenzuführen, „dass Verantwortung und Machbarkeit in der Praxis zusammenpassen“. Garrecht war Professor an der Universität Stuttgart und Präsident der WTA; beim SEF 2026 hielt er Vortrag und Workshop, um Energieberatende „mit einem klaren Vorgehen für diese Aufgaben auszustatten“. 

Auch aus Sicht des Veranstalters war die Beteiligung Garrechts ein Gewinn: Marc Wysk, Weiterbildungsreferent des GIH Baden-Württemberg, sprach von einem „echten Highlight“ und verwies auf die fachliche „Strahlkraft“, die dem Programm zusätzliche Orientierung für anspruchsvolle Denkmal-Projekte gegeben habe. 

Workshops am Samstag 

Am Samstag ging es in parallelen Workshops konsequent in die Anwendung: Themen reichten von Wärmebrückenberechnung und Effizienzhausberechnung kompakt über Kalkulation und Stundensatz bis zu systemischen Versorgungskonzepten. Ein Workshop nahm zudem die Außendarstellung in den Blick: „Deine Marke als Energieberater: Vom Experten zum gefragten Ansprechpartner“. 

Begleitet wurde das Programm durch eine Begleitausstellung, ein Speeddating-Format sowie viele Austauschgelegenheiten in Pausen und zwischen den Programmpunkten. Der GIH Baden-Württemberg dankte Referierenden, Partnern und Teilnehmenden für den intensiven Dialog. 

Weitere Fortbildungen und Veranstaltungen kündigt der Landesverband über seine Kanäle an.